Akademie der Künste in Berlin, Ausstellung "Zeichnen zum Ort", Szyszkowitz+Kowalski

Akademie der Künste in Berlin, Ausstellung "Zeichnen zum Ort", Szyszkowitz+Kowalski

Type: 
Ausstellung
Date: 
7. Mai - 4. Juli 2010
Address: 
Pariser Platz 4, Berlin

Die Architekten Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz übergaben ihre Arbeitsunterlagen dem Archiv der Akademie der Künste. Diese stellte das Szyszkowitz-Kowalski-Archiv im Herbst 2009 in einer Ausstellung im Akademiegebäude am Pariser Platz 4 vorstellen.
Die Ausstellung stand im Kontext des Architekturschwerpunktes der Akademie, der sich unter dem Titel „Die Wiederkehr der Landschaft“ besonders dem städtischen und landschaftlichen Umraum widmen wird, einem Thema, zu dem die expressiven, auf den Stadt- und Geschichtsraum bezogenen Arbeiten von Szyszkowitz-Kowalski besondere Affinität aufweisen. Zur Ausstellung werden ein Katalog und eine Publikation erscheinen, die das Werk der Architekten Szyszkowitz-Kowalski der letzten 15 Jahren bis heute dokumentiert.

 

Das Archiv umfasst insgesamt ca. 150 Projekte der beiden Architekten, die ihr gemeinsames Büro neben Stationen in Deutschland seit 1978 in Graz führen. Insgesamt übergeben sie Tausende von Original-Zeichnungen sowie Pläne, Fotografien und Modelle, darunter auch die Materialien zum Kulturzentrum Großlobming in der Steiermark, zur Küppersbuschsiedlung Gelsenkirchen der Internationalen Bau-Ausstellung Emscherpark, zum Studienzentrum der Universität Graz und dem Kulturzentrum St. Ulrich im Greith in der Südsteiermark.
Die nach 2009 entstehenden Arbeiten werden den Vorlass später ergänzen, sodass das gesamte Werk der interessierten Öffentlichkeit in der Akademie zu Verfügung stehen wird.

Das Archiv der Akademie der Künste umfasst über 1000 Einzelarchive aus allen Kunstsparten. Das Baukunstarchiv betreut ca. 60 Einzelarchive bedeutender Architekten, u. a. die Nachlässe von Bruno Taut und Hans Scharoun.

Mit seinen umfangreichen Beständen darf das Archiv der Akademie als bedeutendstes interdisziplinäres Archiv zu Kunst und Kultur seit 1900 im deutschen Sprachraum gelten. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, künstlerisch und kulturgeschichtlich wichtige Archive zu erwerben, zu verzeichnen und der Wissenschaft und interessierten Öffentlichkeit bereitzustellen.

Das Baukunstarchiv hat seinen Sammlungsschwerpunkt im 20. Jahrhundert, obwohl es auch vereinzelte Bestände aus früheren Jahrhunderten betreut. Mit den Nachlässen Hugo Härings, Hans Scharouns, der Gebrüder Luckhardt und ihres Partner Alfons Anker und nicht zuletzt der Brüder Bruno und Max Taut dokumentiert das Archiv wie keine zweite Architektursammlung die Berliner Moderne seit 1900 bis in die Wirtschaftswunderzeit der alten Bundesrepublik. Nach der Wende von 1989 wurden zum einen wichtige Bestände aus dem Gebiet der DDR akquiriert, zum anderen die Nachlässe von Emigranten erworben. Zu den Beständen gehören auch Archive von Architektur-Fotografen und -Theoretikern.

Akademie der Künste in Berlin, Ausstellung "Zeichnen zum Ort", Szyszkowitz+Kowalski

 

 

 

"Das österreichisch-deutsche Architektenteam Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz entwickelt seit mehr als 30 Jahren außergewöhnliche Architekturen. Die Annäherung an Ort und Bauaufgabe erfolgt über Skizze und Zeichnung. Die Ausstellung vermittelt, dass die Gedankenführung über das Medium Handzeichnung den Entwurfsprozess grundlegend beeinflussen kann. Herausragende Beispiele der Zeichenkunst werden anlässlich der Schenkung des baukünstlerischen Archivs an die Akademie der Künste präsentiert."

Akademie der Künste, Berlin

http://www.adk.de