Haus Zusertal

Haus Zusertal

Typologie: 
Einfamilienhäuser
Ort: 
A - Graz
Bauherr: 
privat
Planungszeit: 
1979
Bauzeit: 
1981
Nutzfläche: 
230 m²
Umbauter Raum: 
950 m³
Haus Zusertal

Das Haus liegt, im Gegensatz zu den moisten andren, in einem Tal und ist von einem alten Baumbestand eingefaßt, der Teil eines Landschaftsschutzgebiets ist. Das dreigeschossige Haus für ein Ehepaar mit vier Kindern basiert auf einem rechteckigen Grundriss, dessen Schmalseite zur Auffahrt ausgerichtet ist. Die Eingangsfront und damit der Empfangsteil des Hauses ist in die zunächst unsichtbar bleibende Längsseite des rechteckigen Hauskörpers integriert und durch einen kleinen Glasgiebel akzentuiert. Eine strenge Achsensymmetrie betont diese Längsseite der Hauptfassade und leitet zur signifikanten Dachform mit den auseinander strebenden Vierteltonnen über.

Oberhalb des Untergeschosses mit der Garage und den Kellerräumen und einem Gästezimmer erhebt sich im Erdgeschoss eine galeriegesäumte, 7,50 m hohe Wohnhalle, ein Motiv, das in diesem Haus erstmals realisiert wurde und fortan in den repräsentativen Häusern immer wiederkehrt. „Den in jeder Beziehung Gestalt bestimmende Mittelpunkt des Bauwerkes bildet die großzügig dimensionierte zentrale Halle. Der Raum reicht über zwei Geschosse, im Erdgeschoss umfassen in Küche, Essplatz, Sitzecke, und Musikzimmer in offener, fließender Anordnung. Der ganze Raum öffnet sich optisch nach Süden und seine konvex eingeschnittene Fassade und die Glaseindeckung als oberer Abschluss lassen die Sonne bin in die Tiefe des Hauses dringen. Im Obergeschoss reihen sich entlang der U-förmigen Galerie die klein gehaltenen fünf Schlafzimmer der Familie. Das Haus greift über die Pflanzengerüste und die Terrasse in die natürliche Landschaft ein und bildet im Zusammenwirken mit der Bepflanzung einen vegetativen Mantel um das Haus.“ (Szyszkowitz+Kowalski)

Die dominierende Farbe ist der graugrüne Anstrich der Holzverschalung, der sich farblich auf den umgebenden Grünraum bezieht, zu dem ein gedecktes Rot der Putzteile und deine kräftiges Rot der Türlaibungen kontrastiert. Diese Farbpalette kehrt im Inneren der Halle vor allem im Rot der Oberlichtkonstruktion wieder.

Karin Wilhelm